Heiter bis wolkig – eine Reise durch das Traumhölzer Ja(hr)-Wort

Der folgende Text stammt aus dem Traumhölzer Politsatire Buch.

NachLese

Mütterente und Frau Nahles,
Ungerechtes und Fatales,
weil vor `92 geborene Kinder
immer noch sind minder.
Gerechtigkeit wohl nie ein Ziel
im Endgeldpunkte-Mütter-Spiel.
Eine soziale Meisterschaft,
die keinen Gleichstand für uns schafft.
Erst stand es eins zu drei,
jetzt steht es zwei zu drei.

Über Qualität sagt viel der Stand,
in diesem Koalitions-Verband.
Ihre Arbeit auf neuem Posten
wird gute Noten im Zeugnis kosten.
Die Ausführung mehr als mangelhaft,
und ungenügend Versetzung schafft.
Da frag ich doch, weil es mich berührt,
wer hat den Schiedsrichter vorgeführt?

Mein Dank gilt den Polit-Figuren samt Vasallen, den Wirtschaftsbossen, Hoffnungsträgern und der Bank. Da niemand „ Auf dem Holzweg“ mit der Kanzlerin lief, widme ich ihr persönlich diesen Brief:

Liebe Mutti,

war das ein Jahr. Nichts ist mehr so wie es mal war.
Zum Glück konntest Du ja das Kanzleramt halten, um mehr zu verwalten als zu schalten. Davon bin ich als Dein Bürgerkind sehr angetan. Da gibt es für mich eine Mutter, die agiert wie ein Mann – da arbeiten wir später noch dran. Umgekehrt würde es mir persönlich besser passen. Vielleicht solltest Du von den Männern die Finger lassen.

Lange habe ich Dir schon nicht mehr geschrieben, denn auch ich werde häufig zwischen den Fronten zerrieben. Heute nehme ich mir Zeit, um Dir all das zu sagen, was ich schon lange mit mir herumgetragen.

Die Anrede werde ich zukünftig ändern, wenn auch in manchen Bundesländern, man Dich weiterhin „Mutti“ nennt. Mir ist dieses Mutti einfach zu fremd. Ich ziehe persönlich „Mama“ vor, darum leihe mir einfach mal das Ohr, damit Du an folgendem Beispiel siehst, wie sich ein neues Gefühl erschließt.

Mach einfach mal bitte die Augen zu und erspüre diese Ruh. Dann sagst Du leise das Wort „Mama“, und schon ist auf dem Gesicht das Lächeln da, die Mundwinkel zeigen nach oben und die Mimik ist verschoben. Und jetzt mal Mutti, kurz und knapp. Du siehst, da hängen sie wieder herab. Diese Tonfolge macht mir das Herz nicht recht warm. Hierin liegen mehr Strenge und viel Gram.

Ich war oft besorgt und habe mit Dir gelitten, wenn Du mit diesen kurzen Schritten das Land versucht hast zu regieren, um doch manchen Standpunkt zu verlieren. Speziell in Deinen Urlaubstagen, ja – wie soll ich es nur sagen – der Unfall nicht ohne Grund geschah und psychosomatisch bedingt wohl war.

Da wir uns im Alter offensichtlich näher kommen, habe ich dies zum Anlass genommen, um bei „Dethlefsen“ nachzulesen, was unbewusst der Auslöser gewesen, für den Aufprall aufs Becken mit solcher Wucht, der Dich auf der Piste heimgesucht. Ein unflexibler und starrer Bewegungsapparat gern Brüche dadurch zur Folge hat. Ich bin besorgt wie es weiter geht und in nächster Zukunft um die Gesundheit steht. Schluckst Du weiterhin alles in Dich rein, werden Magenprobleme das nächste sein. Ich befürchte auch bei so wenig Biss, bald nur weicher Brei zu essen ist.

Weil Du inzwischen auf mich hörst, und an Kritik nicht mehr so störst, steht als Ergebnis hier sehr klar, dass es die mangelnde Haltung war. Unbeweglichkeit vom Sitzen wird laut den Ärzten wenig nützen, und aus Erfahrung weißt Du ja, dass es das Knie zuvor schon war.
Versprich mir in Zukunft darauf zu vertrauen, dass nur auf Beweglichkeit man kann bauen. Nicht nur die Finger am Handy bewegen, sondern Aktivitäten nach draußen verlegen. Bald wirst Du merken wie gut dieses tut. Kopf hoch, dafür braucht es nur wenig Mut.

Am Anfang reicht vielleicht die Krücke, doch schnell wird sich füllen diese Lücke. Ein starkes Rückgrad wird neue Stütze und die Raute folglich zu nichts mehr nütze. Statt diesem Symbol vor Deinem Bauch benutzt bitte die Hände wie anderen auch.

Es ist wirklich schön, Dich so aufrecht zu sehen. So können wir an dem Erscheinungsbild feilen, ohne zu übertreiben. Wenn wir schon bei der Wirkung im Außen sind, darf ich noch sagen als Bürgerkind, dass sich sprachlich einiges ändern muss, besonders bei Englisch komm ich zu dem Schluss. Klar, wer die Vergangenheit kennt und russisch seine erste Fremdsprache nennt, tut sich schwer mit locker und leichter Konversation, wie vor Dir Stoiber und Öttinger schon. Russisch sprachlich sehr hart klingt und keinen harmonischen Redefluss bringt. Da merkt man bereits in der Bestimmung, die Gesinnung.

Peinlich empfand ich die Begegnung in Berlin. Es zog Dich auf der Weltbühne zu Obama hin, und dann – die Mikrophone waren an – antwortet ausgerechnet meine Mama dem Präsidenten der USA, auf seinen small talk von„little“ Deutsch: „I verry little too“ in der größten Ruh. Warst das wirklich du?
Am Rande habe ich vernommen, Du hättest Dir den Putin am roten Telefon zur Brust genommen, über sein Vorgehen auf der Krim, da machte russisch für Dich ja endlich Sinn. War es arg schlimm? Dies ist so nebenbei durchgesickert und wurde dann auf der home-page getwittert. Ich gehe davon aus, Du hast „entschieden gefordert“; so heißt es bei Euch doch immer, damit der Hoffnung bleibt ein kleiner Schimmer.

Es lässt sich nicht leugnen woher wir kommen. Ich habe Dich getröstet und in den Arm genommen. Unser Ost-West-Familienverbund reibt sich manchmal an Unterschieden
wund.
Diese kleinen Diskrepanzen kriegen wir in den Griff mit ein wenig Schliff. Außerdem kann dies ja unter uns bleiben, denn wir wissen doch beide, dass üblicherweise Staatssekretäre die Reden schreiben. Dies ist ja das Tolle an der Position, denn zum Reden hast Du den Steffen Seibert schon.
Bei Deinem freien Sprechen, mich die Worthülsen wie Patronen treffen durch ihre Inhaltslosigkeit, als wäre es gewöhnlicher Zeitvertreib. In diesen Momenten spüre ich genau, es ist ein Trugbild, auf das ich schau.

Ich würde Dich so gerne bei Auftritten beraten, unterstützen bei den Taten. Lass einfach mal los und die Maske fallen, dann wirst Du den Menschen besser gefallen. Schau mal wie strahlend das Gesicht, wenn Gysi über seine Arbeit spricht. Er lebt was er sagt mit jedem Ton, leider gehört er zur Opposition. Fühl auch Du Dich in der Politik mal frei, was ist schon dabei.

Unterstützung biete ich Dir an bei König Horst, der braucht dringend neue Grenzen für den bayerischen Forst. Er überschreitet populistische jegliches Gebiet, obwohl man überall in Rumänien nur weiß-blaue Firmen sieht – im neuen Industriegebiet.
Hier ist man natürlich sehr empört, wenn man Horsti’s abwertenden Worte hört und die Partnerstädte machen sich Gedanken auf allen Straßen und Gassen, ob sich so Freundschafts-Bänder halten lassen.

Hier geht auch meine Geduld so langsam zu Ende und ich lege die Verantwortung dafür in Deine Hände; besonders für sein Verhalten, als Majestät zu schalten. Überschreite bitte diplomatisch und gekonnt – seinen Weißwurst-Horizont.

Zukünftig habe ich beschlossen – sonst wirst Du noch Politik verdrossen – mich mehr in die Familie einzubringen und um Dein Image mit zu ringen. Dies klingt doch alles stark und ehrlich und ist für die Beziehung unentbehrlich.

Mit herzlichen Grüßen bin ich jederzeit für Dich da, liebe Mama Angela.
Dein Bürgerkind Ulrike

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